Vor einigen Jahren bin ich für ein Wochenende nach Hamburg gefahren, um zu fotografieren. So wie immer bei meinen Fotoreisen, bin ich durch die Strassen geschlendert und habe das Strassengeschehen auf mich wirken lassen. Irgendwann kam ich an einem Café vorbei und habe ich mich entschieden dort etwas zu trinken. Es war ein kleiner Laden. Das es ein jüdisches Café war, habe ich an der Dekoration erkannt. Es herrschte eine gemütliche Atmosphäre dort. Die Gäste haben gelesen oder sich unterhalten. Es war gut zu beobachten, was bestellt wurde. Mir fiel auf, dass oft eine eine Suppe bestellt wurde. Daher fragte ich nach dieser Suppe und bestellte sie.  Es war eine Wurzelsuppe mit koscherer Wurst. Sie schmeckte so lecker, dass ich zu Hause mehrere Stunden im Internet nach dem Rezept gesucht habe. Ich fand aber keines. Also versuchte ich selber eine Wurzelsuppe zu kreieren und die ist auch lecker geworden, aber es fehlte immer etwas und ich konnte nicht sagen was. Wie das manchmal im Leben passiert, stieß ich völlig unerwartet auf ein ähnliches Rezept von Maria Elia  – die ganze Zeit haben die Koriander Blätter gefehlt.

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Wurzelsuppe

Zutaten

Ich nehme die Wurzeln für die Suppe, die ich gerade zu Hause habe. Und achte nicht darauf, dass alle Sorten dabei sind. Wenn die Süßkartoffel fehlt, nehme ich die Pastinake stattdessen oder Sellerie.

  • 1 Süßkartoffel
  • 2 Pastinaken
  • 2 Möhren
  • 1 Steckrübe
  • 1 große Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
  • 2 cm-Stück Ingwerwurzel, geschält und fein geschnitten
  • 1 frische rote Chili, fein gehackt alternativ 1 TL Chiliflocken
  • 2 Stängel Zitronengrass
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 2-3 EL helle Sojasoße
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Bund Korianderblätter, grob gehackt
  • 1/2 Bund Petersilie, klein gehackt
  • etwas Mehl und Sahne zum Andicken
  • 2-5 Stücke geräucherte Wurst alternativ: intensiv schmeckende Bratwurst

Anleitungen

  1. Alle Wurzeln schälen und in Streifen oder Würfel schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin von allen Seiten leicht braun anbraten. In einen großen Topf umfüllen und stehen lassen. 

  2. Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und ca. 2 Minuten lang die Zwiebel darin anbraten. Den Knoblauch, die Chili-Stücke und den Ingwer hinzufügen. Weiter braten. Bevor der Knoblauch braun wird, in den Topf mit dem Gemüse umfüllen.

  3. Brühe, Zitronengras, Sojasoße zu der Suppe geben und alles aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Danach die Hitze reduzieren und so lange kochen lassen bis die Wurzeln gar sind, aber noch etwas Biss haben. 

  4. Eine Geräucherte Wurst (zB. Schinkengriller oder Krakauer) in die Suppe geben.

  5. Etwas von der Suppe in ein Glass mit einem verschraubbaren Deckel geben. Ein gehäuftes TL Mehl und etwas Sahne dazu geben. Das Glass verschrauben und ordentlich schütteln. Die Mischung in die Suppe geben und noch ein paar Minuten köcheln lassen.

  6. Zum Schluss die Petersilie und die Koriander Blätter dadrüber streuen. Am besten mit einem Roggenbrot mit Kümmelgeschmack servieren.